Dabei war es selten so heiß, dass Wald- oder Buschbrandgefahr bestand. Es waren fast durchgängig T-Shirt Temperaturen und im Hochsommer waren auch die Gewässer so aufgeheizt, dass angenehm gebadet und geschwommen werden konnte.

Genau die richtigen Temperaturen für alle Arten Wanderungen zu Wasser und an Land. Natürlich immer mit geselligen Abenden Am Lagerfeuer.

Pause an einem kleinen See im Hovfjället
Lagerfeuerabend mit Gitarrenmusik

Wir haben in diesem Sommer vor allem eins gemacht: Wir waren mit draußen. Zu Fuß, mit dem Pferd, auf dem Fahrrad, im Kanu und auf dem Packraft. Und wir haben Entspannt. Auf Rastplätzen, im Tipi, am Lagerfeuer, auf der Terrasse, im Garten und am Strand.

Und das hat uns so gut gefallen, dass wir im Sommer 2022 noch mehr mit Euch machen wollen.

Kleine Wandergruppe auf dem Weg nach Ekshärad
Große Wandergruppe in Torsby
Unterwegs mit den Kanus auf dem Klarälven
Der Weg nach Ekshärad über den Klarälven
Und zurück durch den Wald

Die Tour beginnt in Vestra Tönnet, ca. 500 Meter vom Gästehaus entfernt. Dort ist ein kleiner Strand, auf dem die Boote perfekt vorbereitet werden können und man (fast) trockenen Fusses einsteigen kann.

Dann paddeln wir gemütlich mit der Strömung und genießen Wetter und Landschaft. Immer wieder passieren wir flache Stellen, die sich gut für ein Picknick eignen. Nach ca. 2h erreichen wir den Strand von Ekshärad. Hier wird das Boot aus dem Wasser gezogen und verstaut. Wie beim Aufbauen dauert das nur rund 5 Minuten. Dann besteht die Möglichkeit im Ort ein Rast zu machen oder direkt den Heimweg anzutreten.

Dieser verläuft ein kurzes Stück entlang der Hauptstraße, bevor wir die schönen Wanderwege Richtung Hara erreichen. Nach insgesamt 3,5h (ohne Pause) sind wir wieder am Gästehaus.

Für die kurze Tour sollten in jedem Fall Wechselsachen und feste Schuhe eingepackt werden.

Los geht es mit dem Packraft im Rucksack
dann wird ausgepackt
und nach 5 Minuten geht es los
Eindrucksvolle Wege durch weiße Landschaften
Gut angelegte Wege - da haben alle, die selber laufen können ihren Spaß

Im Winter ist es eher einsam auf den Wanderwegen und Skipfaden. Auf unseren Erkundungen an den Eingängen treffen wir keine Besucher, nur auf dem Weg dorthin begegnen uns zwei Autos. Die einzigen Schneemobile, die wir sehen, Weden auf einem Platz vor einer Werkstatt erprobt.

Obwohl wir nur zwei Tage Zeit haben, sind wir davon überzeugt eine Perle vor der Haustür gefunden zu haben. Und so planen wir noch im Winter die nächste Tour und sind uns sicher auch im Sommer die Hütten zu besuchen. Die Mitgliedsausweise des schwedischen Jugendherbergsverbands liegen schon auf dem Schreibtisch.

Die Hütte ist offen und darin ist eine urige Feuerstelle.
Kurz mal die Lage checken
Neben den Hütten gibt es immer wieder Unterstände
Pause mit heißem Kakao
Sonnenaufgang über dem verschneiten Klarälven

Nicht nur die Natur öffnet sich. Auch die Menschen scheinen nun richtig in ihrem Element zu sein. Überall erleben wir Betriebsamkeit und Bewegung, wo wir im Sommer eher Einsamkeit und Ruhe antrafen.

Der Eksberget wird Skipiste, an seinem Fuß trainiert man Langlauf und Biathlon und auf dem Eisfeld der Schule messen schon vor der ersten Stunde Halbstarke ihre Kräfte beim Spiel mit dem Puck.

Für uns ist sicher, Winter, das ist hier keine Jahreszeit sondern ein wohlige, gemütliche und gleichzeitig sehr aktive Lebensart. Wir freuen uns schon auf den nächsten Schnee.

Damit hatten unsere Gäste aus Nordrhein-Westfalen nicht gerechnet: Nach einem herrlichen Herbsttag mit viel Sonnenschein und blauem Himmel wurden sie am ersten Morgen ihres Aufenthalts vom Schnee begrüßt.

Es war zwar nur eine dünne Schicht – aber die Landschaft hatte sich komplett verwandelt. Schnell war der Tagesplan gefasst:

  1. Schneemann bauen
  2. Über die zwei Gipfel in Ekshärad wandern

Der Schneemann war schnell gebaut. Die Temperaturen lagen über 0°C und so pappte der Schnee schön fest. Am Ende rundeten noch einige Utensilien des Gästehauses den Gesellen ab.

Der Schnee ist pappig. Da dauert es nicht lange, bis das Gebilde steht.
Wir setzen als erste Menschen unsere Spuren in den Neuschnee. (Theo natürlich auch).
Rund um den Ekesberget gibt es viel zu bestaunen und auch einiges zu lachen.

Die Wanderung über die två toppen dauerte schon ein wenig länger. Zumal Steine, Holzplanken und Brücken unter der dünnen Schneeschicht spiegelglatt waren und nur sehr vorsichtig begangen werden konnten. Dies sollte aber dem Spaß keinen Abbruch tun. Ganz im Gegenteil. Die jüngeren Wanderer nutzten die rutschigen Oberflächen für kleine „Moon-walk“ Einlagen oder Schlitterpartien.

Die älteren genossen es die ersten Fußstapfen in die weiße Schneedecke zu setzen, die vor ihnen nur ein paar Vögel und Kleintiere betreten hatten. Ein besonderes Erlebnis war der Surroundsound im Tal: Zur Stille, die einen das Blut rauschen hören lässt, kam jetzt noch die dumpfe Dämpfung der Schneepracht. So mischte sich die optische Weite der Landschaft mit der akustischen Rückmeldung einer Warmhaltekanne.

Für die 7,5km brauchten wir gute 2h. Allerdings haben wir uns auch einen kleinen Abstecher zur Stabkirche erlaubt.

Insgesamt für alle ein beeindruckender Tag.

Die Herbstferien waren für Sarah und Jan die optimale Möglichkeit einer Kurzreise in unser Gästehaus. Lange war leider nicht sicher, ob es klappen würde, denn die Corona-Fallzahlen begannen in beiden Ländern wieder zuzunehmen.

Bei aller Begeisterung für den Kurztrip: In ein Risikogebiet wollten die beiden mit ihren Kindern natürlich nicht fahren. Um so erfreulicher war dann die Nachricht für uns: Wir kommen! Mit der Fähre von Frederikshavn nach Göteborg. Dann weiter über Land.

Die Freude endete leider abrupt am Tag der Anreise: „Guten Morgen, hatten kurz vor Kolding einen Wildschaden“. Damit schienen die Herbstferien erstmal gelaufen zu sein. 

Aber Sarah und Jan wollten nicht einsehen sich die so herbeigesehnten Ferien – die ersten richtigen im Corona-Jahr 2020 nehmen zu lassen. Wieder daheim fassten sie einen neuen Plan: Mit dem Zweitwagen von Kiel nach Göteborg. Im Nachhinein stellten sie fest, dass sie diese Route direkt hätten nehmen sollen. Denn der Urlaub begann für die Familie tatsächlich beim verlassen ihres Passats auf dem Autodeck.

Endlich auf dem Weg. Mit der Stena-Line von Kiel der entspannteste Weg
Tagsüber gibt es Futter für die Elche im Moospark
Und abends dann Würstchen für die Gäste

Auch wenn die Reise jetzt kürzer war: Die Vier genossen jede Minute.

Mit mehreren Ausflügen zum Bratfallet. Dort hatten sie das Glück einen Arbeiter zu treffen, der mit dem Bagger das Staubecken reinigte. Er erklärter ihnen genau, wie das mit der Stromerzeugung funktioniert.

Sie besichtigen den Elchpark und bestaunten dort die beeindruckende Körpersprache des Guides, der ihnen so auf humorvolle und eindrucksvolle Weise die Geheimnisse des König des Waldes offenlegte.

Und natürlich durfte auch der Lagerfeuerabend nicht fehlen. Wir hatten extra für die dunkleren Herbsttage 5 Petroleumlampen aufgehängt, um eine urige Stimmung im Tipi zu erzeugen. Außerdem schmeckt das Bratwürstchen besser, wenn man es sehen kann.

Die Kinder waren fast immer den ganzen Tag draußen. Zwischendurch genossen sie eine Runde mit der Spielekonsole auf unseren neuen Fernsehbildschirmen oder spielten zusammen mit der Familie eine Runde Uno. Aber sobald es die Chance gab mit einer unserer Töchter den Garten unsicher zu machen waren sie dabei.

So war es am Tag der Abreise nicht verwunderlich, dass Tränen flossen. Nach all‘ der Aufregung, der Anstrengung und den Sorgen war Anneberg Guesthouse genau das Richtige für den Familienurlaub. Wir freuen uns: Die vier wollen gerne wieder kommen.

Wir starten in Fastnäs
In Ekshärad sind Kanufahrer unter sich
Der Sandstrand ist eine ideale Einsetzstelle
Hier geht es ins Bibertal
Värmland im Sommer